Sandro Wagner, ehemaliger Cheftrainer des FC Augsburg, hat in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung über seine kurze und turbulente Amtszeit in der Bundesliga gesprochen. Der 38-Jährige reflektiert offen über die Herausforderungen seiner Zeit beim FCA und seine persönlichen Entwicklungsschritte, die er seitdem gemacht hat.

Wagner gab zu, dass die Übernahme eines deutschen Erstligisten nur vier Jahre nach Erhalt seiner Trainerlizenz möglicherweise etwas verfrüht war. Die Erfahrung beim FC Augsburg bestätigte ihm, dass er noch viel zu lernen hatte, eine Erkenntnis, die er heute als wertvolle Lektion betrachtet.

Der ehemalige DFB-Assistent von Julian Nagelsmann hat es derzeit nicht eilig, wieder als Trainer zu arbeiten. Wagner genießt es, einfach nur Fußball zu schauen und dem Rampenlicht fernzubleiben. Er betonte, dass er entgegen seiner scheinbar extrovertierten Persönlichkeit und seiner freimütigen Redeweise die Ruhe schätzt, die mit seiner neu geänderten Telefonnummer einhergeht.

„Ich kann manchmal polarisieren, und eine Lektion, die ich in Augsburg gelernt habe, ist, dass ich dieses Image nicht unbedingt verstärken sollte“, sagte Wagner. Er räumte ein, dass es Zeiten gab, in denen er sich in seinen Worten verlor oder Aussagen machte, bei denen ein halber Satz fehlte. Manchmal sei er noch emotional gewesen und habe sich von provokanten Fragen mitreißen lassen.

„Ich habe einige enorme Lektionen gelernt“, fuhr Wagner fort. „Vincent Kompany, der Cheftrainer des FC Bayern München, ist in dieser Hinsicht tatsächlich ein großartiges Vorbild. Kaum jemand beherrscht die Kunst, Angriffen so gut auszuweichen wie er.“ Diese Erkenntnisse prägen Wagners aktuelle Haltung und seinen Wunsch nach einer ruhigeren Rolle abseits der direkten Trainerbank.