Robin Fellhauer hat mit einem Tor nach nur 8,4 Sekunden Bundesliga-Geschichte für den FC Augsburg geschrieben. Der 28-jährige Mittelfeldspieler stellte damit am Samstag im 2:2 gegen Bayern München einen neuen Rekord für das schnellste Tor seit Gründung der Liga 1963 auf.
Der historische Moment entstand direkt nach dem Anstoß. Harry Kane spielte den Ball zu Manuel Neuer zurück, der einen Chip über den heranstürmenden Fellhauer versuchte. Der Augsburger fing den Pass ab, stürmte vor und schoss aus kurzer Distanz ein. Die offiziellen Opta-Daten bestätigten die Zeit von 8,4 Sekunden, womit Fellhauer die bisherige Bestmarke von neun Sekunden, die Kevin Volland (2015 für Hoffenheim gegen Bayern) und Karim Bellarabi (2014 für Leverkusen gegen Dortmund) gemeinsam hielten, unterbot.
Ein Rekord, der erst später bewusst wurde
„Ich habe es erst beim ersten Verletzungsstopp gemerkt, als Gregor zu mir kam und sagte: ‚Glückwunsch, du spendierst jetzt die Getränke‘“, sagte Fellhauer nach dem Spiel. Erst da sei ihm klar geworden, dass etwas Besonderes passiert sei. „Aber jetzt, nach dem Spiel, setzt es langsam ein, und es ist ein unbeschreibliches Gefühl, Teil von etwas so Großem zu sein, wo man jetzt in den Rekordbüchern verewigt ist“, fügte er hinzu. „Ich glaube nicht, dass das so bald jemand brechen wird.“
Der Rekord im Kontext der Saison
Das denkwürdige 2:2 gegen den Rekordmeister war Teil einer soliden Saisonstartphase für Augsburg. Die Fuggerstädter stehen nach fünf Spieltagen mit acht Punkten auf Rang sechs der Tabelle und haben damit nur fünf Punkte Rückstand auf Tabellenführer SC Freiburg. Die Mannschaft von Trainer Enrico Maaßen zeigte zuletzt eine wechselhafte Form mit einem Sieg, drei Unentschieden und einer Niederlage in den letzten fünf Partien. Neben Fellhauers Rekordtreffer erzielte auch Ruben Ribeiro in dieser Partie, während Michael Gregoritsch mit drei Treffern aktuell bester Torschütze der Mannschaft ist.
Das nächste Spiel führt den Sechsten am Samstag zum Auswärtsspiel beim zehntplatzierten SV Elversberg. Dort wird das Team versuchen, die positive Stimmung aus dem Rekordmoment mitzunehmen und weitere Punkte im Kampf um die internationalen Plätze zu sammeln. Fellhauers Name ist nun dauerhaft in den Annalen der Bundesliga verzeichnet.
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