Der FC Augsburg hat mit einem 4:1 (0:1)-Sieg bei Eintracht Frankfurt am Sonntag Bundesliga-Geschichte geschrieben. Die Mannschaft von Trainer Manuel Baum steht nach dem zweiten Spieltag mit sechs Punkten und einem Torverhältnis von 7:1 erstmals in der Vereinsgeschichte an der Tabellenspitze.
Wie drehte Augsburg das Spiel in Frankfurt?
Trotz einer frühen Führung der Eintracht durch Jonathan Burkardt in der 6. Minute gelang den Augsburgern nach der Pause eine spektakuläre Wende. Laut einem Bericht der Tagesschau erzielten Arijon Ibrahimovic in der 46. Minute und Robin Fellhauer in der 47. Minute die Tore zum 2:1 innerhalb von nur 103 Sekunden. Diese schnelle Doppelschlag warf die Frankfurter komplett aus der Bahn.
Alexis Claude-Maurice (65.) und Fabian Rieder (89.) mit einem Freistoßtor sorgten schließlich für den klaren 4:1-Endstand. Die Sportschau analysierte, dass Frankfurt nach der starken ersten Halbzeit mit zwei Gesichtern spielte und in der Defensive massive Probleme bekam. Die Effizienz der Augsburger in der zweiten Spielhälfte war laut der Sueddeutschen Zeitung gnadenlos.
Was sagte Trainer Manuel Baum zum historischen Erfolg?
Der Augsburger Trainer zeigte sich nach dem Spiel noch im „Traum-Modus“, wie die Tagesschau zitierte. „Ich hab gerade einen Screenshot von der Tabelle gemacht“, sagte Baum im Gespräch mit der Sportschau. Er fügte hinzu: „Ich denke schon: Wenn man Geschichte schreiben darf, dann darf man sich auch mal ein, zwei Tage drüber freuen.“
Torwart Finn Dahmen relativierte die Euphorie etwas, gab aber die besondere Stimmung im Team wieder. „Ich glaube, für einen Großteil der Truppe ist es auf jeden Fall das erste Mal und schon was Besonderes, auch wenn es nur der zweite Spieltag ist“, sagte er beim Streamingdienst DAZN. Die Mannschaft sei sich bewusst, dass es nicht die ganze Saison so bleiben werde.
Welche Rolle spielten die Frankfurter Probleme?
Die Bild Sport berichtete ausführlich über die „Brennpunkte“ bei Eintracht Frankfurt nach der 1:4-Niederlage. Demnach stand Rückkehrer-Trainer Adi Hütter direkt zu Saisonbeginn unter Druck. Besonders eine Einwechslung sorgte für Kopfschütteln: Beim Stand von 1:3 brachte Hütter Klub-Legende Timothy Chandler, der lange kaum eingesetzt worden war.
Ein Patzer von Frankfurts neuem Torwart Noah Atubolu beim 3:1 durch Claude-Maurice verschlimmerte die Situation für die Hessen zusätzlich. Hütter selbst nannte den Start in die zweite Halbzeit in der Sportschau „fürchterlich“. Seine Mannschaft habe sich danach schwer getan, wieder ins Spiel zu finden. Für Frankfurt war es nach dem 3:3 zum Auftakt bei Union Berlin bereits das zweite Spiel ohne Sieg.
Wie geht es für den Tabellenführer weiter?
Der FC Augsburg geht mit perfekten sechs Punkten aus zwei Spielen in die internationale Pause. In der aktuellen Standings führt der Club die Tabelle an. Die nächste Herausforderung wartet am 12. September mit dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen, der aktuell auf Platz sieben steht. Die komplette Planung für die kommenden Wochen ist auf der Fixtures-Seite einsehbar.
Einziger Wermutstropfen ist die aktuelle Verletzung von Anton Kade, der im Spiel gegen Schalke 04 noch mit einem Tor und einer Vorlage glänzt hatte. Er musste in Frankfurt wegen muskulärer Probleme passen. Sein Status ist auf der Injuries-Übersicht vermerkt. Für ihn rückte Leihgabe Arijon Ibrahimovic von Beginn an in die Startelf und erzielte das wichtige Ausgleichstor.
