Der FC Augsburg hat in der vergangenen Bundesliga-Saison so viel aus seinem Budget gemacht, wie kein anderer Klub. Mit Ausgaben von 125 Millionen Euro und 43 Punkten kostete jeder Zähler im Schnitt nur 2,9 Millionen Euro, was den Fuggerstädtern den ersten Platz in der Effizienztabelle sicherte.
Die Analyse zeigt, dass 14 Bundesliga-Konkurrenten mehr Geld ausgaben als Augsburg. Nur drei Vereine operierten mit einem kleineren Etat. Der FC St. Pauli, der das geringste Budget der Liga hatte, stieg am Ende ab. Der Vizemeister der Effizienztabelle wurde der SC Freiburg, der für 47 Punkte 143 Millionen Euro aufwandte, was einem Schnitt von 3,0 Millionen Euro pro Punkt entspricht. Hamburger SV teilte sich mit Freiburg den dritten Rang.
Bayern und Wolfsburg am Ende der Liste
Am anderen Ende der Skala steht der FC Bayern München. Der Rekordmeister gab 881 Millionen Euro aus und kam auf Kosten von 9,9 Millionen Euro pro Punkt, was den letzten Platz bedeutet. Bemerkenswert ist auch der Fall des VfL Wolfsburg, der trotz eines Punktpreises von 8,7 Millionen Euro in die 2. Bundesliga abstieg. Die Tabelle wurde von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) erstellt. Der 1. FC Heidenheim fehlt in der Auflistung, weil der Verein ein abweichendes Geschäftsjahr hat.
Kontinuität trotz begrenzter Mittel
Seit über einem Jahrzehnt hält sich der FC Augsburg nun in der Bundesliga, obwohl der Klub stets zu den Teams mit den kleinsten Budgets zählt. Dieser Erfolg basiert auf einer klugen Transferpolitik und einer starken Identifikation mit der Region. Seit 2021 hält die Global Football Holdings eine 45-prozentige Beteiligung an der Profiabteilung, was zusätzliche Stabilität schafft. Die Fuggerstädter bauen weiter auf Spieler aus der Umgebung, was sich auch im aktuellen Kader zeigt.
Die wirtschaftliche Effizienz bildet eine solide Grundlage für die sportliche Gegenwart. Augsburg startet stark in die neue Saison 2026/27 und liegt nach drei Spieltagen mit sieben Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Die Mannschaft von Trainer Enrico Maaßen zeigte zuletzt eine gute Form mit drei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage in den letzten fünf Pflichtspielen. Das letzte Spiel endete am 12. September mit einem 2:2 gegen Bayer Leverkusen, bei dem Michael Gregoritsch beide Tore für Augsburg erzielte. Gregoritsch ist mit drei Treffern in drei Einsätzen auch aktuell bester Torschütze des Teams.
Nächste Aufgabe ist das Auswärtsspiel bei Werder Bremen am 19. September. Die Bremer belegen derzeit den zehnten Rang. Auch die aktuelle Tabelle zeigt, wie nah die Mannschaft bereits an der Spitze dran ist. Für die anstehenden Aufgaben muss die Mannschaft vorerst auf den verletzten Faik Sakar verzichten, dessen Status auf der Verletztenliste vermerkt ist. Der FC Augsburg beweist, dass Kontinuität und kluge Planung in der Bundesliga erfolgreich sein können.
Background and full detail: Augsburger Allgemeine
