Der FC Augsburg hat in der abgelaufenen Spielzeit mehr aus seinem Budget gemacht als jeder andere Bundesligist. Eine Effizienzanalyse der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung bescheinigt dem Fuggerstädter Klub den ersten Platz in der Wertung der Kosten pro Punkt.
Mit Ausgaben von 125 Millionen Euro erreichte Augsburg in der Saison 2025/26 insgesamt 43 Punkte und belegte damit den neunten Tabellenrang. Das entspricht einem Aufwand von etwa 2,9 Millionen Euro pro Zähler. Damit lag der FCA deutlich vor dem Zweitplatzierten SC Freiburg, der für 47 Punkte 143 Millionen Euro investierte. Die Münchner von Bayern landen auf dem letzten Platz der Effizienztabelle, wie es in der Analyse heißt. Sie gaben 881 Millionen Euro aus, was pro Punkt 9,9 Millionen Euro kostete.
Budget auf Platz 15
In der reinen Ausgabentabelle rangiert Augsburg nur auf Platz 15. Vierzehn Konkurrenten investierten mehr Geld, lediglich drei Clubs hatten ein kleineres Budget. Einer davon war der FC St. Pauli, der mit dem geringsten Etat der Liga den direkten Wiederabstieg hinnehmen musste. Auch der VfL Wolfsburg, der pro Punkt 8,7 Millionen Euro aufwandte, stieg ab. Die Daten unterstreichen die finanzielle Disziplin, mit der sich der FCA seit über einem Jahrzehnt in der Bundesliga hält.
Die aktuelle Saison startet für Augsburg vielversprechend. Nach drei Spieltagen steht die Mannschaft von Trainer Jess Thorup mit sieben Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Die jüngste Leistung war ein 2:2 gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Wochenende, bei dem Michael Gregoritsch beide Treffer für den FCA erzielte. Der Österreicher ist mit drei Saisontoren auch der aktuelle Topscorer des Teams. Die nächste Aufgabe wartet am Samstag mit dem Auswärtsspiel beim zehntplatzierten Werder Bremen.
Regionale Verankerung
Der Erfolg mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln ist ein Markenzeichen des Clubs. Seit 2021 hält die Global Football Holdings eine 45-prozentige Beteiligung an der Profiabteilung, die auch Projekte in Portugal, Belgien und Dänemark betreibt. Die regionale Verwurzelung bleibt dennoch stark. Im aktuellen Kader, den Sie hier einsehen können, stehen mehrere Spieler aus der Umgebung. Diese Verbindung zur sogenannten Fuggerstadt spiegelt sich auch in der Bezeichnung für Spieler und Fans wider, die als Fuggerstädter bekannt sind.
Die Analyse der FAS berücksichtigt nicht den 1. FC Heidenheim, da dieser aufgrund eines abweichenden Geschäftsjahres nicht vergleichbar sei. Für Augsburg bestätigt die Auswertung den eingeschlagenen Kurs. Der Club geht mit einer positiven Bilanz von neun erzielten und drei kassierten Toren in die Länderspielpause. Die komplette Mannschaftsstatistik ist in unseren Statistiken aufgeführt. Das nächste Pflichtspiel findet am 19. September in Bremen statt.
Background and full detail: Augsburger Allgemeine
